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Ratgeber · Eintüten & Einschweißen in PE-Beutel

Beutelspezifikation richtig angeben: Maße, Stärke, Verschluss, Druck und Vorlauf

Eine vollständige Beutelspezifikation nennt Beutelart, Außenmaß mit Zugabe, Folienstärke, Material, Verschluss, Druckbild, Lochung, Menge mit Reserve und den Liefertermin des Beutellieferanten. Mit diesen Angaben, einem Produktfoto und der Stückliste erhalten Sie von uns binnen 24 Stunden ein Angebot mit Sekunden je Beutel, zum Beispiel 8 ct – 20 ct für einen Beutel mit einem Teil (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster). Beutel stellen Sie bei, oder wir beschaffen sie nach Ihrer Spezifikation mit Beleg und 8 % Zuschlag.

Beutelspezifikation richtig angeben: Maße, Stärke, Verschluss, Druck und Vorlauf

Kurz gesagt

  • Maß: Angegeben wird meist das Außenmaß; Produktdicke und Verschluss verbrauchen einen Teil davon.
  • Stärke: Wir verarbeiten PE-Beutel von 25–100 µm; kantige und schwere Inhalte brauchen mehr Folie.
  • Verschluss: Schweißnaht 15 s, Klebestreifen 10 s, Zip 12 s je Beutel mit einem Teil.
  • Druck: Den Aufdruck bestellen Sie beim Beutellieferanten; variable Angaben bringen wir als Etikett an.
  • Angebot: Mit Foto, Stückliste, Spezifikation, Menge und Termin kommt es binnen 24 Stunden.

„Wir brauchen 30.000 Beutel für unser Zubehörset“ ist ein guter Anfang für ein Gespräch, aber keine Grundlage für ein Angebot. Ob ein Beutel beim Befüllen passt, wie schnell er sich verschließen lässt und was die Arbeit je Stück kostet, hängt an wenigen Angaben: Innenmaß, Stärke, Material, Verschluss und Lochung. Wer sie vollständig mitschickt, bekommt ein belastbares Angebot und einen Beutel, der schon beim Erstmuster sitzt. Dieser Beitrag zeigt, welche Angaben in eine Beutelspezifikation gehören, wie Sie die Zugabe richtig bemessen, wer druckt und wer kennzeichnet, und was wir von Ihnen brauchen, damit Sie binnen 24 Stunden ein Angebot erhalten.

Warum entscheidet die Spezifikation über Preis und Termin?

Ein zu knapper Beutel kostet am Packtisch Sekunden bei jedem einzelnen Stück, weil das Produkt hineingedrückt statt hineingelegt wird, und er reißt an der Naht, sobald der Karton einmal fällt. Ein zu großer Beutel wirkt lose, das Produkt verrutscht, Etiketten landen auf einer Falte, und im Karton geht Platz verloren. Beides fällt oft erst auf, wenn die Beutel schon geliefert sind. Dann bleibt nur eine Nachbestellung mit neuem Vorlauf beim Lieferanten, und der Termin verschiebt sich. Eine saubere Spezifikation vor der Bestellung ist deshalb der billigste Schritt des ganzen Auftrags.

Innenmaß oder Außenmaß, und wie viel Zugabe braucht der Beutel?

Beutel werden im Handel meist als Breite × Länge angegeben, gemeint ist fast immer das Außenmaß des flachen Beutels. Nutzbar ist davon weniger: Die Schweißnaht oder der Klebestreifen braucht einige Millimeter, und ein dickes Produkt verbraucht Breite und Länge gleichermaßen. Als Faustregel für flache Beutel gilt: Breite des Produkts plus seine Dicke plus etwas Luft, Länge des Produkts plus seine Dicke plus Platz für den Verschluss. Bei einem Produkt von 20 mm Dicke wird der Beutel also rund zwei bis drei Zentimeter breiter als das Produkt selbst. Bei PP-Beuteln mit Klappe kommt die Klappenlänge dazu; sie wird separat angegeben.

Am zuverlässigsten ist ein Probebeutel: Legen Sie Ihr Produkt in zwei oder drei Größen des Lieferanten und schicken Sie uns die passende mit. Unsere Anlage verschweißt PE-Flachbeutel von 50 × 80 mm bis 600 × 800 mm mit Nähten bis 600 mm Breite; innerhalb dieses Rahmens bestimmen Sie das Maß.

Welche Stärke und welches Material soll es sein?

Die Folienstärke wird in Mikrometern angegeben. Dünne Folie ist günstig und reicht für leichte, glatte Produkte; kantige Metallteile, schwere Sets oder Beutel, die lange im Lager liegen, brauchen mehr Stärke, damit keine Ecke durchsticht. Wir verarbeiten PE-Beutel von 25–100 µm. Schreibt Ihr Abnehmer eine bestimmte Mindeststärke vor, gehört dieser Wert in die Spezifikation. Warnhinweise, Sicherheitskennzeichen, Barcodes und Beutelstärken setzen wir nach den jeweils aktuellen Vorgaben Ihres Marktplatzes oder Handelspartners um, die Sie uns mitgeben – wir beraten dazu nicht rechtlich.

Beim Material sind drei Gruppen üblich: weiche, verschweißbare PE-Folie für Flach-, Seitenfalten- und Zip-Beutel, glasklares PP für Beutel mit Klappe und Klebestreifen und Papier oder Pergamin, wenn der Beutel folienfrei sein soll. Welche Beutelart zu welchem Produkt passt, zeigt die Übersicht der Beutelarten.

Welcher Verschluss passt, und wie viel Zeit kostet er?

Der Verschluss bestimmt die Sekunden je Beutel stärker als jede andere Angabe. Die Werte stammen aus unserem Beutelrechner und gelten für einen Beutel mit einem Teil:

VerschlussTypischer BeutelSekunden je BeutelWas Sie angeben
SchweißnahtPE-Flachbeutel, Seitenfaltenbeutel15Nahtposition, Abstand zum Produkt
Klebestreifen auf der KlappePP-Beutel mit Klappe10Klappenlänge, dauerhaft oder wiederverschließbar
Druckverschluss (Zip)Zip-Beutel12Lage der Zip-Leiste, Abstand zur Öffnung
Falz oder KlammerPapier- und Kreuzbodenbeutelnach MusterAnzahl der Falze, Art der Klammer

Jedes weitere abgezählte Teil kommt mit rund 4 Sekunden hinzu, ein Etikett mit 6 Sekunden. Diese Zahlen sind die Grundlage für unseren Richtwert von 8 ct – 20 ct für einen Beutel mit einem Teil (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster).

Wer bedruckt den Beutel, und wer bringt das Etikett an?

Die Beutel stellen Sie bei – oder wir beschaffen sie nach Ihrer Spezifikation (Maße, Stärke, Verschluss, Druck) beim Beutellieferanten und rechnen sie mit Beleg und 8 % Handlingzuschlag ab; Beutel herstellen oder bedrucken wir nicht. Ein Aufdruck mit Logo, Warnhinweis oder Recyclingsymbol wird also beim Beutellieferanten bestellt. Wichtig für uns ist nur, wo der Druck sitzt: Die Naht darf nicht durch das Druckbild laufen, und ein Etikett darf keinen Pflichttext verdecken. Geben Sie deshalb eine Zeichnung oder ein Foto mit Druckbild und freier Fläche für das Etikett mit. Variable Angaben wie Teilenummer, Charge, Menge oder Barcode kommen als Etikett auf den Beutel; das übernehmen wir im selben Arbeitsgang.

Beschaffen wir die Beutel für Sie, bestellen wir genau nach Ihrer Spezifikation und berechnen den Einkaufspreis mit Beleg und 8 % Handlingzuschlag. Den Druck geben Sie dabei beim Lieferanten frei, nicht bei uns.

Braucht der Beutel Lochung, Header oder Lüftungslöcher?

Soll der Beutel im Handel an einer Hakenwand hängen, braucht er eine Eurolochung, oft in einem verstärkten Kopfteil, dem Header. Geben Sie Lochform, Lage und Abstand zur Oberkante an und prüfen Sie, ob das Produkt so im Beutel liegt, dass das Etikett von vorn lesbar bleibt. Mehr dazu unter Beutel mit Eurolochung und Header. Lüftungslöcher verhindern, dass sich beim Stapeln Luftpolster bilden, und werden von manchen Abnehmern verlangt; auch sie bestellen Sie beim Lieferanten mit.

Wie viele Beutel bestellen, und wie viel Vorlauf braucht der Lieferant?

Bestellen Sie mehr Beutel als Stück. Einige gehen beim Einrichten der Schweißanlage und beim Erstmuster verloren, das allein 10 Beutel umfasst, und jeder Beutel mit fehlerhafter Naht wird in der Kontrolle ersetzt. Die genaue Reserve stimmen wir im Angebot mit Ihnen ab. Beim Vorlauf gilt: Standardbeutel ab Lager sind oft binnen weniger Tage verfügbar, bedruckte Beutel oder Sondermaße brauchen beim Lieferanten deutlich länger. Fragen Sie den Liefertermin ab, bevor Sie uns den Starttermin nennen, denn ohne Beutel kann keine Serie beginnen.

Ein Beispiel für eine vollständige Spezifikation, hier für einen Zubehörbeutel mit Etikett:

MerkmalBeispielangabeWarum wir das brauchen
BeutelartPE-Flachbeutel, oben offenVerschluss und Sekunden je Beutel
Außenmaß100 × 150 mmPassform am Erstmuster, Karton je Beutel
Stärke und MaterialLDPE, 50 µm, transparentNahttemperatur der Anlage
VerschlussSchweißnaht, 10 mm unter der OberkanteEinstellung der Anlage, Kontrolle
Druckeinfarbig, Warnhinweis unten, vom LieferantenNahtlage und Etikettfläche
Etikett40 × 25 mm, oben rechts, Teilenummer und MengePosition in der Arbeitsanweisung
Lochungkeine–
Menge und ReserveStückzahl plus abgestimmte ReserveKein Stillstand wegen fehlender Beutel
Liefertermin BeutelDatum der Anlieferung bei uns oder zur AbholungTerminplanung der Serie

Was brauchen wir, damit das Angebot binnen 24 Stunden kommt?

Für ein Angebot mit Sekunden je Beutel reichen fünf Dinge: ein Foto oder Muster des Produkts, die Stückliste je Beutel, die Beutelspezifikation nach dem Muster oben, die Stückzahl mit Wunschtermin und die Lieferadresse für die fertige Ware. Fehlt etwas, fragt Elisabeth Zachová gezielt nach, statt das Angebot zu schätzen. Die Spezifikation schicken Sie einfach mit der Anfrage, als PDF, Tabelle oder Foto des Datenblatts. Wie ein Beutel mit mehreren abgezählten Teilen gepackt und geprüft wird, beschreibt die Leistung Kleinteile und Schraubensets abpacken.

Zu den Zahlen

Alle Beutelpreise und Sekundenangaben oben gelten für 2026 und wurden am 25.09.2026 zuletzt geprüft. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.

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