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Lexikon

Druckverschlussbeutel: Definition und Bedeutung beim Eintüten

Druckverschlussbeutel – Ein Druckverschlussbeutel ist ein Kunststoffbeutel mit zwei ineinandergreifenden Profilleisten unterhalb der Öffnung, die sich durch Zusammendrücken schließen und durch Auseinanderziehen beliebig oft wieder öffnen lassen.

Auch: Zip-Beutel, Zipbeutel, Zipperbeutel, Schnellverschlussbeutel, Druckleistenbeutel

Was heißt Druckverschlussbeutel in der Praxis?

Der Name beschreibt die Bedienung: Die Leiste wird zugedrückt, statt geklebt oder geschweißt. Technisch sitzt auf der einen Beutelwand ein Profil mit Nut, auf der anderen ein Gegenprofil, das beim Andrücken einrastet; beide werden schon bei der Folienfertigung mit eingearbeitet. Im Alltag heißt der Beutel meist Zip-Beutel – angelehnt an das englische zip für Reißverschluss, obwohl ein echter Schieber nur bei einer Variante vorkommt. Bei den Maßen lohnt die Rückfrage, ob der Streifen oberhalb der Leiste mitgerechnet ist; Lieferanten geben das unterschiedlich an.

Es gibt Druckverschlussbeutel mit einer oder zwei Leisten, mit aufgedrucktem Schreibfeld für Teilenummer oder Datum, mit Euroloch zum Aufhängen und mit Schieber (Slider), der das Öffnen für Endkunden erleichtert. Für den Handel wird über der Leiste gelegentlich noch eine Schweißnaht gesetzt: Erst wenn der Streifen darüber abgerissen ist, gibt der Zip den Inhalt frei – so sieht man, ob der Beutel schon einmal geöffnet war.

Für Befüllen und Zudrücken eines Zip-Beutels mit einem Teil kalkulieren wir 12 Sekunden; jedes weitere abgezählte Teil bringt rund 4 Sekunden dazu. Ein Beutel mit sechs Teilen und Etikett landet so samt Greifen bei etwa 42 Sekunden, beim Kalkulationssatz von 16,50 € je Stunde also bei ungefähr 19,2 ct Arbeit (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster). Entscheidend ist, dass die Leiste über die ganze Breite einrastet – ein Krümel in der Nut genügt, und der Beutel springt im Karton wieder auf. Wie wir das prüfen, steht unter Druckverschlussbeutel (Zip-Beutel).

Vom Adhäsionsverschluss unterscheidet sich der Druckverschluss dadurch, dass er ganz ohne Klebstoff auskommt und auch nach dem zwanzigsten Öffnen noch hält. Gegenüber dem eingeschweißten Beutel ist er die bessere Wahl, wenn der Endkunde nur einen Teil entnimmt und den Rest aufbewahrt – bei Ersatzschrauben, Dübeln oder Kabelbindern zum Beispiel. Wird der Beutel ohnehin nur einmal geöffnet, ist eine Schweißnaht schneller und die Folie günstiger.

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