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Ratgeber · Eintüten & Einschweißen in PE-Beutel

Kleinteile nach Stückliste abpacken: Zählwaage mit Referenzgewicht, Vorlagebrett und Zählprotokoll

Damit in jedem Beutel genau die Teile der Stückliste stecken, zählen wir Kleinteile auf zwei Wegen: gleichartige Teile über die Zählwaage mit Referenzgewicht, Sets aus verschiedenen Teilen über ein Vorlagebrett mit einer Mulde je Position – und der fertige Beutel wird zur Kontrolle gewogen. Jedes weitere Teil kostet rund 4 s, ein Beutel mit sieben Positionen und Etikett kommt auf 53 s und rund 34,9 ct je Beutel inklusive Einrichtung und Transport (Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster). Das Zählprotokoll je Karton und Palette belegt die Mengen.

Kleinteile nach Stückliste abpacken: Zählwaage mit Referenzgewicht, Vorlagebrett und Zählprotokoll

Kurz gesagt

  • Gleiche Teile: Zählwaage mit Referenzgewicht aus einer ausgezählten Probe.
  • Verschiedene Teile: Vorlagebrett mit einer Mulde je Position – eine leere Mulde fällt sofort auf.
  • Kontrollwägung: Der fertige Beutel muss im Gewichtsfenster der Stückliste liegen.
  • Zeit: 4 s je weiteres Teil, 6 s für das Etikett mit Teilenummer.
  • Beispiel: 12.000 Beutel mit sieben Positionen kosten rund 34,9 ct je Beutel – Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.

Ein Beipackbeutel mit Schrauben, Dübeln und einem Inbusschlüssel wirkt unscheinbar – bis beim Endkunden eine Schraube fehlt. Dann steht ein Möbel halb aufgebaut im Wohnzimmer, der Kundenservice verschickt Einzelteile und die Bewertung im Shop leidet. Wer Kleinteile abpacken lässt, kauft deshalb nicht nur Handarbeit ein, sondern vor allem ein Zählverfahren, das Fehlmengen früh auffängt. Dieser Ratgeber erklärt, wie wir Kleinteile nach Stückliste in den Beutel zählen, wann die Zählwaage und wann das Vorlagebrett die bessere Methode ist und was ein Beutel mit sieben Positionen kostet.

Wann zählt man mit der Waage und wann mit dem Vorlagebrett?

Die Faustregel ist einfach: Viele gleiche Teile zählt die Waage, verschiedene Teile ordnet das Brett. In der Praxis werden beide Methoden oft kombiniert.

MethodeGeeignet fürGrenzenNachweis
Zählwaage mit Referenzgewichtviele gleiche Teile einer Teilenummer, etwa 20 Schrauben M4sehr leichte Teile, stark schwankende StückgewichteReferenzgewicht je Teilenummer in der Arbeitsanweisung
Vorlagebrett mit MuldenSets aus drei bis 20 verschiedenen Positionensehr große Stückzahlen je PositionFoto des bestückten Bretts beim Erstmuster
Kontrollwägung des vollen Beutelsjeder fertige Beutel, als zweite StufeTeile mit fast gleichem Gewicht können sich gegenseitig vertretenGewichtsfenster, Abweichungen im Zählprotokoll
Zählen von HandErstmuster, Kleinstserien, empfindliche Teilelangsam, ermüdend bei großen MengenZwischenkontrolle durch die Schichtleitung

Wie funktioniert die Zählwaage mit Referenzgewicht?

Die Zählwaage rechnet aus dem Gewicht einer Menge auf die Stückzahl zurück. Dafür braucht sie ein Referenzgewicht: Eine von Hand ausgezählte Probe, zum Beispiel 50 Stück, wird aufgelegt, die Waage speichert das mittlere Stückgewicht. Danach zeigt sie bei jeder aufgelegten Menge an, wie viele Teile es sind. Das Referenzgewicht hinterlegen wir je Teilenummer in der elektronischen Arbeitsanweisung, damit jede Schicht mit denselben Werten arbeitet.

Entscheidend ist die Gewichtstoleranz. Kein Teil wiegt exakt gleich viel wie das andere; Gussteile, Kunststoffteile mit Anguss oder beschichtete Schrauben schwanken spürbar. Je größer die Menge auf der Waage, desto mehr addieren sich diese Schwankungen. Deshalb wählen wir die Probe groß genug, bestimmen das Referenzgewicht bei jeder neuen Lieferung neu und zählen große Mengen lieber in mehreren Portionen als auf einmal.

Was tun bei Mischteilen und sehr leichten Teilen?

Zwei Fälle bringen die Zählwaage an ihre Grenze. Bei sehr leichten Teilen – Unterlegscheiben, kleine O-Ringe, Kunststoffclips – liegt das Stückgewicht nahe an der Auflösung der Waage. Hier hilft eine feinere Tischwaage, eine größere ausgezählte Probe oder das Abzählen über eine Zählschale mit fester Anzahl Vertiefungen. Bei Mischteilen, also Beuteln mit verschiedenen Positionen, lässt sich die Stückzahl nicht aus einem einzigen Gewicht ablesen. Dann zählt das Vorlagebrett die Positionen, und die Waage prüft am Ende nur, ob der volle Beutel im erwarteten Gewichtsfenster liegt. Haben zwei Positionen fast dasselbe Gewicht, etwa zwei Schraubenlängen, fällt eine Verwechslung auf der Waage nicht auf – solche Positionen trennen wir auf dem Brett besonders deutlich.

Wie verhindert ein Vorlagebrett Fehlmengen?

Das Vorlagebrett ist eine Platte mit einer beschrifteten Mulde je Position der Stückliste, angeordnet in der Reihenfolge, in der die Teile in den Beutel wandern. Die Mitarbeiterin legt aus jedem Behälter die vorgegebene Menge in die zugehörige Mulde; eine leere oder überfüllte Mulde fällt mit einem Blick auf. Erst wenn das Brett vollständig ist, wird es in den Beutel geleert. Das Brett gehört zur Einrichtung, deshalb kostet ein Set mit vielen Positionen einmalig mehr als ein Einzelbeutel. In der Serie zahlt es sich aus: kürzere Greifwege, keine Suche und deutlich weniger Beutel, die bei der Kontrollwägung nachgefüllt werden müssen.

Einfache Sets mit zwei bis fünf Teilen können mit einem Vorlagebrett auch in Heimarbeit gefüllt werden. Einfache, wiederholbare Füllaufgaben mit zwei bis fünf Teilen je Beutel können in Heimarbeit laufen; Schweißanlage, Verschlusskontrolle und die 100 % Ausgangskontrolle bleiben immer in der Halle.

Was kostet ein Beutel mit sieben Positionen?

Ein Möbelbeschlag-Hersteller aus dem Bergischen Land lässt 12.000 Beipackbeutel mit sieben Positionen befüllen: Schrauben in zwei Längen, Dübel, Unterlegscheiben, Abdeckkappen, Verbinder und ein Inbusschlüssel. Der PE-Flachbeutel wird eingeschweißt, erhält ein Etikett mit Teilenummer und geht zu 250 Stück in den Karton. Abholung und Rücklieferung über rund 625 Straßenkilometer mit 3 Paletten; die Einrichtung mit Vorlagebrett liegt am oberen Ende der Spanne.

HandgriffAnzahlSekunden je EinheitSekunden je Beutel
Eintüten 1 Teil, Schweißnaht11515
je weiteres abgezähltes Teil6424
Etikett anbringen166
Kartonieren je Beutel122
Greifen, Ausrichten, Ablegen166
Summe je Beutel53

Daraus ergeben sich rund 177 Arbeitsstunden. Mit dem Kalkulationssatz von 16,50 € je Stunde kostet die Arbeit 2.915 €, also 24,3 ct je Beutel. Dazu kommen 180 € Einrichtung und 1.092 € Transport hin und zurück – zusammen 4.187 € oder rund 34,9 ct je Beutel. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Die Beutel sind nicht enthalten; beschaffen wir sie, kommt der Einkaufspreis mit Beleg und 8 % Zuschlag hinzu. Zum Vergleich: Beutel mit zwei bis fünf Teilen liegen bei 18 ct – 45 ct. Jedes zusätzliche Teil im Beutel verschiebt den Preis um etwa 1,8 ct Arbeit je Beutel nach oben.

Was steht auf dem Etikett und im Zählprotokoll?

Das Etikett auf dem Beutel macht aus einem Sack Schrauben ein nachbestellbares Ersatzteil. Üblich sind Teilenummer, Bezeichnung, Menge je Beutel und Charge oder Datum, auf Wunsch ein Barcode aus Ihrer Vorlage. Wir kleben es nach dem Foto des freigegebenen Musters an immer dieselbe Stelle, rund 6 Sekunden je Beutel. Beutel bedrucken wir nicht; ein Druck auf dem Beutel selbst kommt vom Beutellieferanten.

Das Zählprotokoll dokumentiert je Karton und Palette, wie viele Beutel gepackt wurden, wie viele bei der Kontrollwägung auffielen und aus welchem Grund – etwa „Fehlmenge Zählwaage, nachgefüllt und erneut gewogen“. Sie erhalten es als Excel- oder PDF-Datei mit der Lieferung. Ein Beispiel zeigt die Seite So arbeiten wir.

Wie läuft ein Kleinteile-Auftrag Schritt für Schritt ab?

  1. Sie schicken die Stückliste mit Teilenummern und Mengen je Beutel sowie ein Foto eines vollständigen Beutels.
  2. Die Teile kommen sortenrein, jede Teilenummer in eigenen beschrifteten Kartons, mit der Partnerspedition zu uns.
  3. Im Wareneingang zählen oder wiegen wir jede Position und melden Fehlmengen noch am selben Tag.
  4. Wir bestimmen die Referenzgewichte, bauen das Vorlagebrett und berechnen das Gewichtsfenster des vollen Beutels.
  5. Das Erstmuster mit 10 Beuteln geht Ihnen mit Fotos zur Freigabe zu, nach 2–5 Tagen.
  6. In der Serie wird jeder Beutel befüllt, verschlossen, etikettiert und kontrollgewogen, bevor er in den Karton kommt.
  7. Zählprotokoll und Fotos der Paletten erhalten Sie mit der Rücklieferung.

Wo endet das Abpacken in Beutel bei uns?

Hier geht es ausschließlich um das Zählen in den Beutel hinein. Soll eine große Menge loser Ware nur gezählt oder gewogen werden, ohne dass sie eingetütet wird, ist das eine eigene Leistung auf dem Hub: Zählen und Wiegen bei APOOL WERKE. Eine Funktionsprüfung der Teile übernehmen wir beim Abpacken nicht; wir prüfen, ob die richtigen Teile in der richtigen Menge im Beutel sind. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Kleinteile und Schraubensets abpacken; eine erste Einschätzung Ihrer Stückliste erhalten Sie über die Anfrage oder bei Elisabeth Zachová unter +420 604 373 376.

Zu den Zahlen

Alle Beutelpreise und Sekundenangaben oben gelten für 2026 und wurden am 25.09.2026 zuletzt geprüft. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster.

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Nennen Sie Produkt, Stückzahl, Teile je Beutel und Beutelart: Sie bekommen den Preis je Beutel mit den Sekunden dahinter, den Termin fürs Erstmuster und die Transportkosten. Elisabeth Zachová spricht Deutsch, Mo–Fr 7:00–17:00 Uhr.

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